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Wirtschaftskrise 1929-1932


Die beginnenden Weltwirtschaftskrise unterbrach die weitere günstige Entwicklung unserer Bank. Sie traf die Wirtschaft des damaligen deutschen Reichs besonders hart, da sie die Auswirkung der Inflationsjahre 1921-1923 noch nicht genügend verkraftet hatte. Das Ausland rief sämtliche Bankeinlagen in Deutschland schlagartig zurück. Eine führende Wirtschaftszeitung schrieb unterm 25. Februar 1932 wörtlich. 

„Es ist das erste Mal in der Geschichte des Weltwirtschaftslebens, daß in diesem Umfange Kapital einer Volkswirtschaft entzogen worden und daß die einzelnen Gläubiger sich nicht auf die Rückrufung ihrer Kredite von einzelnen Instituten beschränkt, sondern ihre Rückrufung auf die einem ganzen Banksystem gegebenen Kredite ausgedehnt haben. Es ist und war von jeher ein anerkannter Grundsatz, daß einer PLÖTZLICHEN RÜCKRUFUNG VON KREDITSUMMEN großen Ausmaßes kein Bankunternehmen gewachsen sein kann. Besonders schwer mußte sich diese Rückwirkung in Deutschland auswirken, hatte zu einem hohen Zinssatz geführt und dieser wiederum kurzfristige Gelder ins Land gezogen. In der Erwartung späterer Konsolidierung waren diese Gelder, zum großen Teil mit Kenntnis der Gläubiger, in die Wirtschaft ausgeliehen und von dieser zur Investition in langfristigen Anlagen verwendet worden.“ 

Produktion und Absatz schrumpften; Millionen von Arbeitnehmern verloren ihren Arbeitsplatz. Die Umsätze gingen erheblich zurück und gleichzeitig stockte das Geschäft. Ein Festmeter Stammholz sowie ein Klafter Brennholz brachten dem Erzeuger ganze RM 8,--. Höhepunkt der Krisenjahre waren der sogenannte „Schwarze Freitag“ an der New Yorker Börse, sowie die Zahlungseinstellung der damaligen Darmstädter- und Nationalbank, Hauptsitz Berlin, eine der damals führenden Großbanken, am 13.07.1932. Wer entsinnt sich noch an Bürnings Notverordnung?

Auch für unsere Kundschaft wirkte sich diese Krise sehr nachteilig aus. Es war eine Kettenreaktion, daß gutgehende Industrie- und Handelsbetriebe von ihren Abnehmern einfach keine Gelder mehr erhielten, da diese ihrerseits mangels eingehenden Geldern in Zahlungsschwierigkeiten gerieten. Es gab Geldinstitute, die die gewünschten Auszahlungen zeitweise beschränkte. Dadurch entstand sogar Panikstimmung, die manchen Sparer veranlaßte, seine Ersparnisse abzuheben und zu Hause selbst aufzubewahren. Sehr werbewirksam war für unser junges Bankgeschäft die Tatsache, daß man alle gewünschten Beträge sofort auszahlen konnte, was sich bald herumsprach. Dank vorausschauender und vorsichtiger Geschäftspolitik konnte das Bankgeschäft Faisst diese Zeit ohne größere Verluste überstehen.



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